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Medien und Manipulation

Immer mehr politische Entscheidungen werden zu Gunsten der Wirtschaft und gegen die Interessen der Bevölkerung getroffen. Wie konnte die seit ca. drei Jahrzehnten bestimmende Ideologie des Neoliberalismus Eingang in Politik und Gesellschaft finden?

Die Regierung und Großunternehmen berufen sich gerne bei politischen und gesellschaftlichen Fragen auf wissenschaftliche Untersuchungen und Experten, die in sogenannten „Think Tanks“ Probleme lösen sollen, die in vielen Fällen vorher geschaffen wurden oder herbeigeredet werden.

Für die Verbreitung dieser Ideen sorgen die Massenmedien. In den seltensten Fällen kommt es dort zum kritischen Hinterfragen oder einer Überprüfung der vermeintlichen Sachlage. Man übernimmt aus mangelndem Sachverstand, Zeitnot und Bequemlichkeit die Informationsangebote der zahlreichen Lobbyverbände.
Die freie Presse ist im Besitz einer kleinen Gruppe von Milliardären und übt Macht auf den Inhalt aus. Die öffentlich rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten gleichen sich den Formaten des Privatfernsehens weiter an. Neben den einseitigen und unreflektierten Informationen läuft ein Unterhaltungsprogramm auf sinkendem Niveau, beliefert von der Unterhaltungsindustrie.

Immer öfter greift man auf das Angebot von privaten Produktionsgesellschaften zurück, mitunter auch PR-Agenturen, mit eindeutiger Tendenz und parteipolitischen Absichten. Entstanden ist ein Netzwerk aus wirtschaftlichen Interessen politischen Entscheidungsträgern und Medienverantwortlichen, in dem der Bürgerwille keinen Platz mehr hat.

Doch Widerstand und Unmut darüber wachsen mit jedem neuen Skandal. Seien es die Lobbyisten, die in den Talkshows sitzen, gezielte Manipulationen durch Umschreiben von Drehbüchern (Marienhof) und nicht zuletzt ganz aktuell, die gezielte Negativberichterstattung über Menschen und Organisationen, die durch Aufklärung dem medienindustriellen Komplex gefährlich werden könnten.

“Man muss die Medienbarriere, mit der als politische Partei oder als Bürgerbewegung zu kämpfen hat, wer gegen die großen Interessen angeht, zur Sprache bringen. Wenn das nicht gelingt, dann wird die so genannte bürgerliche Koalition, besser würde man sagen: die rechtskonservative Koalition aus Schwarz und Gelb einen großen Wahlsieg erringen.“ Albrecht Müller (Nachdenkseiten)

„die Bürger demokratischer Gesellschaften sollten Kurse für geistige Selbstverteidigung besuchen, um sich gegen Manipulation und Kontrolle wehren zu können.“ Noam Chomsky


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