Vorträge

Referentinnen- bzw. Referentenvorträge, Podiumsdiskussion und Filmaufführungen

zu gesellschaftlich relevanten Themen sind ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit. Im November fand die 100. Veranstaltung seit 2002 statt. Ab 2017 mit dem neuen Kooperationspartner „Arbeit und Leben“  inklusive Facebookauftritt.

Nächste Referentinnenveranstaltung am Dienstag den 14.11.2017

Medien im Krieg – Krieg in den Medien

Es geht nicht um die Einzelanalyse der Medienmanipulationen bei einem der zahlreichen letzten Kriege. Vielmehr geht es um eine Art Gesamtschau, die Verallgemeinerungen und Gesetzmäßigkeiten herausarbeiten will. Dazu besteht dieser Vortrag aus mehreren Teilen.

Zu Anfang werden zahlreiche Bilder, Karikaturen, Zeitungsseiten usw. aus der Zeit verschiedener Kriege gezeigt, um sehr anschaulich zu verdeutlichen, was Feindbilder, was Fälschungen und was Verzerrungen sind. Konkret geht es um folgende Kriege: Afghanistan, Jugoslawien, Irak, Georgien und Südsudan.

Ein zweiter Vortragsteil zeigt die gesellschaftlichen Bedingungen der Kriegsberichterstattung auf:
Wer meint, dass es sich bei diesen brandheißen Themen wie Politik/Krieg und Medien
um voneinander getrennte Sphären handelt, der irrt sich. Zwischen beiden Sphären gibt es vielmehr einen so engen Austausch von Menschen, Ideen und Geld, dass es sich mehr oder minder nur um eine einzige Sphäre handelt. Jörg Becker nennt diese Struktur M hoch 5. Das steht für Macht – Maschine – Militär – Männer – Medien.

Der Vortrag zeigt die gesellschaftlichen Bedingungen der Kriegsberichterstattung auf: Die Homogenisierung von Berichten, gegenseitige Propagandakriegsspiralen, das Wirken von PR-Agenturen und sozialen Netzwerken aus Politikern und Journalisten. Eine Addition aller Einzelaspekte läuft auf eine Theorie des Militärisch-Industriellen Komplexes hinaus, der um die Komponenten Kommunikation, Information und Cyberwar erweitert werden muss.

Referent: Prof. Jörg Becker:
Hochschullehrer an den Instituten für Politikwissenschaft der Universität Marburg
und der Universität Innsbruck (1999-2011).

Arbeitsgebiete: Internationale, vergleichende und deutsche Kommunikations-, Medien- und Kulturforschung, Technologiefolgenabschätzung und Friedensforschung; dazu zahlreiche Veröffentlichungen in mehr als zehn Sprachen.

Dienstag, 14. November 2017, um 19:30 Uhr, in der börse, Roter Saal
(erster Stock links), Wolkenburg 100, Buslinie 628, ausreichende Parkplätze
attac Wuppertal trifft sich jeden 2. Montag im Monat um 19:30 Uhr in der börse

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