Verschoben in das 1. Halbjahr 2022: Vortrag Burcu Gözet (Wuppertal Institut)

Dieser Vortrag wird wegen kurzfristiger Verhinderung der Referentin in das 1. Halbjahr 2022 verschoben.

Die Umwelt hat ein Kleidungsproblem.
Warum die Textilindustrie im Kreis geführt werden muss

Vortrag Burcu Gözet (Wuppertal Institut)

Die globale Textilindustrie floriert und wird Prognosen zufolge auch in den kommenden Jahrzehnten weiterwachsen. Gleichzeitig zählt sie zu den weltweit umweltschädlichsten Industrien, die sich auf ausbeuterische Arbeitsbedingungen stützt. Als zentraler Treiber hierfür gilt das lineare Wirtschaftssystem, welches den günstigen Erwerb von Kleidung und deren schnellen Wegwurf ermöglicht. Die Kreislaufwirtschaft bietet eine Strategie, hier entgegenzusetzen und umweltschädliche Industrien ressourcenschonend zu gestalten. Gerade in der globalen Bekleidungsindustrie zählt Deutschland zu einem zentralen Handelspartner, wodurch hier umgesetzte Maßnahmen eine große Hebelwirkung hervorrufen können. Erste Initiativen und Regularien hinsichtlich der Textilindustrie wurden zwar bereits umgesetzt (z. B. das Deutsche Textilbündnis oder das Lieferkettengesetz), doch wie weit ist Deutschland wirklich mit seiner Bemühung, eines der umweltschädlichsten Industrien, nachhaltig zu gestalten? Welche Regularien benötigt es tatsächlich und welche Art von Maßnahmen können umgesetzt werden, um die global verflochtene Textilindustrie im Kreis zu führen?

© Burcu Gözet

Mit diesen und weiteren transformationsorientierten Fragen wird sich die Sozioökonomin Burcu Gözet in ihrem Vortrag auseinandersetzen und Umsetzungsmöglichkeiten aus dem Blickwinkel der Kreislaufwirtschaft diskutieren. Burcu Gözet ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut. Seit nun mehreren Jahren beschäftigt sie sich mit Fragen rund um die Themen Ressourcenverbrauch, Abfallvermeidung und kreislaufwirtschaftliche Transformationsprozesse.

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